Auf Umwegen zu Dir/Mir

Kim auf einer Bank mit einer Rose in der Hand Kim auf einer Bank mit einer farbigen Rose
Voraussichtliche Lieferung: Ende Juli 2026
551Seiten
62Kapitel
CHF 29Softcover
Aus dem Buch
«SIEBEN?», wiederholte Marie die Zahl. Ich nickte ihr zu und sagte: «Ich glaube, mein Ex-Freund hat etwas in mir kaputtgemacht. Ich bin gefühllos, niemand kann etwas in mir entflammen.» Marie schüttelte den Kopf und sagte: «Liebst du mich?» Ich lachte kurz auf und sagte: «Yes!» Marie drückte meine Hand ganz fest zusammen und sagte: «Du siehst, mit dir ist alles in Ordnung.»
Ab wann zählt es als betrügen: Beim Fremdküssen, rummachen oder erst beim Sex? Reichte es schon, wenn man an jemand anderes dachte und sich zu ihm hingezogen fühlte? Ich zumindest fühlte mich betrogen, und zwar von den zwei wichtigsten Menschen in meinem Leben. Wie konnte das passieren? Beide wussten alles über mich und daher auch, wie sie mich verletzen konnten. Wenn die zwei mich hintergingen, konnte ich niemandem mehr vertrauen.
Zum Glück durfte ich Louis mitnehmen. Er ass heimlich aus meinem Teller mit. Links von mir sassen meine Eltern. Mein Vater fragte: «So, Louis, bist du eigentlich 100% Schweizer?» Mein Gesicht fing an rot anzulaufen, wie peinlich! Louis meinte gelassen: «Nein.» Er machte extra eine Schweigeminute und mein Vater sah ihn mit grossen Augen an. Er fuhr weiter: «Ich bin 100% Walliser!», fing Louis an zu lachen und auch mein Vater lachte erleichtert mit. Ich verdrehte die Augen.
«Gib es mir», knurrte sie mich an. «Nope, wieso kann ich es nicht einfach in meine Hosentasche stecken? Ich muss es doch auch an Louis zurückgeben.» Marie schrie besorgt auf: «Nicht, dass du dir sogar deinen hübschen Arsch verbrennst!» Amira probierte zu schlichten: «Hört beide auf, wir finden eine andere Lösung.» ...Unsere Bewegungen wurden hektischer und unkontrollierter. Amira und Marie schrien beide gleichzeitig: «Oh neiiinnnnn!»
Er redete weiter: «Wenn es kein Fifty Shades of Grey Buch wird, dann bin ich gerne deine Muse.» Er lächelte mich mit seiner Zahnlücke an. Ich liess meine Arbeitstasche fallen und sprang auf ihn drauf. In mir machte sich eine grosse Erleichterung breit. Er stöhnte kurz auf, dann küssten wir uns ein paar Mal. Dann erklärte ich ihm meine Idee: «Ich will, dass jeder weiss, dass du in meiner schwierigsten Zeit mein Retter warst. Ich will, dass jeder weiss, wie stark unsere Liebe ist und wir alles überstehen.»
Désirée Huber
Die Autorin

Désirée Huber

Hat ein Talent dafür, alltägliche Situationen in absurde und unfassbare Momente zu verwandeln.

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Verlag Herzenszeilen

In dem ich meinen Traum
verwirklichen kann.

Im April 2026 gründete die Autorin selbst ihren eigenen Verlag.

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